WPAN - Wireless Personal Area Network

WPAN bezeichnet eine Funktechnik, die für die Datenübertragung über kurze Distanz eingesetzt wird. Die bekanntesten WPAN-Standards sind Bluetooth mit bis zu 3 Mbit/s und FIR-IrDA (Infrarot-Datenübertragung) mit 4 Mbit/s. Damit sind die Übertragungsraten sind in der Regel deutlich geringer als bei WLAN mit bis zu 54 Mbit/s. WPANs werden als Ad-hoc-Vernetzung von PDAs, Druckern, Notebooks und Mobiltelefonen genutzt und sind üblicherweise Point-to-Point-Verbindungen. Eine typische Anwendung ist die Kalendereintragung zur Terminabstimmung.

Near Field Communication (NFC)

NFC ist ein Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken von rund 10 cm auf der Basis von Smart-Cards. Aufgrund der geringen Reichweite und einer Datenübertragungsrate von 424 kbit/s ist die NFC als Konkurrenz zu Barcodes oder der DataMatrix zu sehen und kann überall dort eingesetzt werden, wo die Datenmengen nicht mehr mit einer sinnvollen Anzahl von Barcodes übertragen werden können. Daher stellt NFC eine Verbindung zur RFID-Welt dar. Mit NFC könnten in naher Zukunft bargeldlose Zahlungen, Ticketing oder Zugangskontrollen realisiert werde. Die dazu notwendigen Sicherheitsfunktionen sind bereits in der Hardware integriert.

Bluetooth

Bluetooth ist eine Funktechnologie, die im Standard IEEE 802.15.1 beschrieben ist. Sie wird zur kabellosen Kommunikation zwischen Geräten mit einer Reichweite bis zu 100 Metern eingesetzt. Bluetooth-Geräte dürfen weltweit zulassungsfrei betrieben werden. Sie senden bei etwa 2,4 GHz. Das ist ein Frequenzbereich, in dem auch WLANs oder Schnurlostelefone arbeiten, was zu Störungen führen kann. Bluetooth kann Daten und Sprache übertragen und wird daher in Freisprecheinrichtungen und Headsets eingesetzt.

Ursprünglich hatte man auf die Infrarot-Technologie gesetzt. Die von 30 Unternehmen gegründete Infrared Data Association (IrDA) hatte das Ziel, ein einheitliches Protokoll für die Datenübertragung per Infrarot zu schaffen. Allerdings gab es einen entscheidenden Nachteil für diese Technologie: Sender und Empfänger mussten sich in Sichtkontakt voneinander befinden. Daher suchte man nach einem funkbasierten Ersatz für Kabelverbindungen und entwickelte den Bluetooth-Standard, der zahlreiche Erkenntnisse der IrDA-Technologie enthält.

Es gibt bereits Überlegungen zu einer Bluetooth-Erweiterung, die die oft in Handys vorhandenen WLAN-Schnittstellen nutzen, um damit die Reichweite oder die Übertragungsraten über das unlizenzierte 2,4 GHz-Band zu erhöhen. Da auch eine Datenverschlüsselung möglich ist, könnte die Bluetooth-Technologie in Zukunft kostenlose Direktfunkgespäche über Entfernungen bis zu wenigen Kilometern Entfernung möglich machen. Einem Einsatz in derCar-2-Car-Kommunikation steht dann nichts mehr im Wege.

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