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Simulationen mit Scratch

Erstes Problem: Wie können Autofahrer rechtzeitig vor einer Gefahrenstelle gewarnt werden?

In unserer Situation gehen wir von einer schwer einsehbaren Unfallstelle aus. Das Wissen um ein Hindernis an einer Stelle, die noch nicht einsehbar ist, verlängert die Zeit, in der der Fahrer eines nachfolgenden Fahrzeugs reagieren kann.

Voraussetzung für die Warnung nachfolgender Fahrzeuge ist, dass die Position der Unfallstelle bekannt ist und ohne Zeitverzögerung in eine dynamische Verkehrslagekarte (LDM) „eingetragen“ wird. Optimale Information ist dann erreicht, wenn jedem Fahrer eine dynamische Verkehrslagekarte mit allen wichtigen Verkehrsinformationen der Region stets aktuell zur Verfügung steht.

Wir visualisieren die Entstehung eines Unfalls und das Heranfahren weiterer Fahrzeuge an die schwer einsehbare Unfallstelle. Unmittelbar nach dem Unfall wird ein Notruf (eCall) mit den Postitionsdaten abgeschickt, der sofort in das Verkehrskommunikationsnetz eingespeist wird. Über MCC werden die Fahrzeuge in der Umgebung sofort gewarnt und können rechtzeitig stoppen. Die Übertragung der Daten nach dem Unfall wird grafisch veranschaulicht, ebenso wird der „Besitz der Daten“ angezeigt.

Wie lange braucht ein Fahrzeug, um zum Stillstand zu kommen und welchen Weg legt es dabei zurück? Wir haben nach der bekannten "Fahrschulregel" gerechnet und die Ergebnisse in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Fahrschulregel:
Anhalteweg in Meter = Tachoanzeige x 3/10 + (Tachoanzeige/10)²

GeschwindigkeitReaktionsweg
(bei 1s)
BremswegAnhaltewegZeit bis zum
Stillstand
30 km/h8 m9 m17 m3,2 s
50 km/h14 m25 m39 m4,6 s
100 km/h28 m100 m128 m8,1 s
130 km/h36 m169 m175 m10,4 s
160 km/h44 m256 m300 m12,6 s

Zweites Problem: Wie können gehbehinderte Menschen beim Überqueren einer Straße besser geschützt werden?

Wenn gehbehinderte und vor allem auch ältere Menschen zu Fuß unterwegs sind, dann sind sie im Straßenverkehr besonders gefährdet. Sie bewegen sich langsamer und brauchen daher zum Überqueren einer Straße mehr Zeit.

Um gefährdete Personen besser vor Unfällen schützen zu können, wollen wir Gehstützen, Rollatoren oder auch Spezialschuhe mit RFID-Chips ausstatten. An Fußgängerüberwegen installierte Lesegeräte erkennen die Chips und starten ein Blinklicht am Überweg, das so lange leuchtet, bis der Fußgänger die andere Straßenseite erreicht hat. An Übergängen mit Lichtsignalanlage wird die Grünphase für Fußgänger entsprechend verlängert.

Unsere Visualisierung zeigt die eben geschilderte Situation. Eine gehbehinderte, mit einem Chip ausgerüstete Person, überquert die Straße. Der Chip kommuniziert mit der Lichtsignalanlage, die ihrerseits ein Achtung-Signal über die Mobile-Car-Communication absetzt. Der MC-Communicator empfängt dieses Signal und zeigt dem Fahrer „erhöhte Vorsicht“ an. Dies ist ein Beispiel, bei dem auch Fußgänger von der Mobil-Car-Communication profitieren können.

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